Joony’s Natural Soda
Natürliche Erfrischung ohne Süßstoff-Wahnsinn.
In Hamburg formiert sich mit der Joonys GmbH ein neuer Player im Near-Water-Segment. Das Anfang 2026 von Josa Rödiger und Bijan Mashagh gegründete Startup setzt auf eine Rezeptur aus Wasser und Fruchtsaft, die mit 9 kcal pro 100 ml eine Alternative zu klassischen Softdrinks bietet. Mit einer Gründungserfahrung aus Stationen bei Lemonaid und Krombacher fokussieren sich die Gründer auf den Markteintritt im Retail und Office-Channel. Eine erste Finanzierungsrunde über 500.000 € (2026) wurde im Rahmen des offiziellen Launches im Mai 2026 abgeschlossen.
Die Produktentwicklung zielt auf Konsument*innen ab, die eine zuckerreduzierte Option ohne den Einsatz künstlicher Süßstoffe suchen. Das Startup agiert aus Hamburg heraus und steuert von dort die bundesweite Distribution im FMCG-Sektor. Die Kombination aus kohlensäurehaltigem Wasser und echtem Saftanteil soll die Lücke zwischen stillem Mineralwasser und hochkalorischen Erfrischungsgetränken schließen.
MealBites
Herzhafte Snack-Meals auf Hülsenfrucht-Basis.
In Karlsfeld bei München vollzieht Nicolas Wegner mit der FlavorFuel GmbH den Pivot. Aus Snaxi wurde MealBites. Das Ziel: Die Etablierung einer neuen Kategorie namens Savory Snack-Meal. Weg vom Fleisch-Snack, hin zur pflanzlichen Basis aus Ackerbohnen, Erbsen und Kichererbsen. Das Ende 2025 eingetragene Unternehmen adressiert jene Notlösungs-Momente im Alltag, in denen bisher süße Proteinriegel dominierten. Mit 25 g Protein und 13 g Ballaststoffen pro 100 g soll laut Startup eine funktionale Alternative zu klassischem Fast Food entstehen.
Die operative Strategie setzt im Frühjahr 2026 auf einen strikten D2C-Ansatz. Über den First Bite Club generiert das Unternehmen bereits vor dem offiziellen Launch Feedback von über 1.700 Mitgliedern (2026). Große VC-Runden sind bisher nicht gelistet. Das Wachstum erfolgt laut aktuellen Informationen aus Eigeninitiative und der Einbindung von Early-Adoptern. MealBites will so die Lücke zwischen schnellem Snacking und zeitaufwendigen Mahlzeiten schließen. Ein Fokus auf den Ausbau der Geschmacksrichtungen bildet die Grundlage für die weitere Skalierung im FMCG-Sektor.
beesauer.
Regionale Oxymel-Elixiere als Ritual-Drinks.
Sven Heim und William Gereke wollen Oxymel aus der angestaubten Naturheilkunde-Ecke in die moderne Wellness-Kultur heben. Mit beesauer. setzt das Duo seit Anfang 2024 von Köln aus auf Bio-Elixiere aus regionalem Honig, Essig und Wildkräutern. Das Ziel laut Startup: Eine funktionale Alternative zu synthetischen Nahrungsergänzungsmitteln. Die Rezeptur setzt auf einen sechswöchigen Extraktionsprozess und verzichtet laut Unternehmensangaben auf künstliche Zusätze.
Die Gründer nutzen ihren sportwissenschaftlichen Hintergrund für die Positionierung im Bereich Regeneration und Fokus. Bisher agiert das Unternehmen als bootstrapped Business ohne externe VC-Runden (2026). Die Strategie fokussiert sich auf einen klaren D2C-Ansatz und den Aufbau einer Community über Social Media. Neben den bestehenden Honig-Produkten befindet sich laut Startup-Angaben aktuell eine vegane Oxymel-Alternative in der Entwicklung, um das Marktsegment weiter zu verbreitern. Es ist der Versuch, jahrtausendealtes Wissen über regionale Wertschöpfung in das FMCG-Regal zu übersetzen.
Pompongs
Frucht-Snacks aus vietnamesischer Passionsfrucht.
Anna-Lena Niehoff, Alexander Barth und Maximilian Niehoff bringen die Passionsfrucht in das Snacking-Regal. Mit Standorten in Haltern am See und Rothrist nutzt das Team vietnamesische Rohware für die Herstellung kleiner Fruchtstücke. Die Niehoff Fruits GmbH wurde bereits 2018 gegründet — der offizielle Marken-Launch von Pompongs erfolgte nach einer Entwicklungsphase etwa 2024. Laut Startup-Angaben soll das Produkt den logistischen Aufwand beim Verzehr frischer Früchte durch ein veredeltes Clean-Label-Setup ersetzen.
Wirtschaftlich ist das Unternehmen bisher unabhängig von externen Venture-Capital-Geber*innen aufgestellt. Die Finanzierung erfolgt laut aktuellen Berichten durch die beteiligten Muttergesellschaften und den Familienverbund (2026). Der Vertrieb konzentriert sich auf den D2C-Kanal sowie den stationären LEH, unter anderem bei REWE. Pompongs will so die Lücke zwischen hochverarbeiteten Süßwaren und naturbelassenen Trockenfrüchten schließen. Die Markenführung setzt auf die Kombination aus internationaler Lieferketten-Expertise und europäischem Handelsverständnis.
Mochi
Transparenz am PoS durch Social Food App.
In Berlin kombinieren Piran Asci und Fabian Lucas mit der Mochi GmbH klassische Produktdaten mit Elementen der Creator Economy. Die im September 2025 eingetragene App fungiert als digitaler Einkaufsbegleiter. Nutzer*innen scannen Barcodes im Supermarkt und erhalten Zugriff auf Nährwertanalysen sowie Rezensionen und Kurzvideos der Community. Das Ziel ist laut Startup-Angaben die Entlarvung von Marketing-Versprechen direkt am Point of Sale durch die Verbindung von objektiven Daten und subjektiven Nutzererfahrungen.
Piran Asci bringt Expertise als Mitgründer des Scale-ups KoRo ein, während Fabian Lucas die Bereiche User Experience und Produktentwicklung verantwortet. Das Unternehmen finanziert die aktuelle Skalierungsphase über Seed-Kapital von Business Angels aus der Berliner Tech- und Food-Szene (2026). Mochi will so die Lücke zwischen reinen Informationstools und sozialen Netzwerken schließen. Die Plattform ist seit dem vierten Quartal 2025 operativ am Markt verfügbar und baut derzeit die Nutzer*innenbasis im deutschsprachigen Raum aus.
Mühlenkraft
Proteinreiche Grundnahrungsmittel via Upcycling.
In Mering verbinden Michael Ziegler und Manu traditionelles Handwerk mit der industriellen Verwertung von Nebenströmen. Die im Juli 2025 gegründete Mühlenkraft GmbH setzt auf ein Sortiment aus Proteinmehlen, Pasta und Aufbackwaren. Kern der technologischen Differenzierung ist laut Startup-Angaben die Nutzung von Biertreber — einem proteinreichen Nebenprodukt der Brauindustrie. Das Ziel liegt in der Aufwertung alltäglicher Grundnahrungsmittel durch einen signifikant höheren Gehalt an Proteinen und Ballaststoffen ohne den Einsatz künstlicher Zusätze.
Wirtschaftlich wird das Wachstum durch eine Beteiligung von Oyster Bay Venture Capital (2026) flankiert. Die Strategie zielt auf eine breite Distribution im LEH ab, um gesundheitsbewusste Zielgruppen im Massenmarkt zu erreichen. Laut Unternehmensangaben binden die Produkte deutlich mehr Flüssigkeit als konventionelle Waren, was die Saftigkeit und Frischezeit verlängern soll. Mühlenkraft will so die Lücke zwischen klassischem Müllerhandwerk und funktionalem FMCG-Requirement schließen. Der Fokus bleibt auf der Skalierung der Upcycling-Technologie innerhalb der menschlichen Ernährung.
DAILY
Water with Benefits durch funktionale Pulver.
Passau bekommt Zuwachs im Near-Water-Segment. Stephan Schwarz und Christopher Stimik haben Anfang 2026 die Daily Hydration GmbH gelauncht. Unter der Marke DAILY vertreibt das Team zuckerfreie Pulversticks, die Wasser mit Elektrolyten und funktionalen Inhaltsstoffen aufwerten. Laut Startup-Angaben soll so ein tägliches Hydrierungs-Ritual entstehen, das die klassische Supplementierung durch Kapseln ersetzt.
Schwarz bringt Expertise aus sechzehn Jahren Produktentwicklung bei mymuesli ein, während Stimik den Bereich D2C und digitales Wachstum verantwortet. Die operative Phase wird durch eine strategische Seed-Finanzierung von Westpalm Invest flankiert (2026). Der offizielle Verkaufsstart ist für den Sommer geplant. Das Ziel ist laut Unternehmensangaben die Positionierung als einfache Lösung für die tägliche Nährstoffversorgung. Die Kombination aus Hydrierung und Mikronährstoffen soll dabei helfen, das Trinkverhalten im Alltag zu optimieren.
BRIZZ Foods
Bio-Hot-Sauces mit Fokus auf Umami und Fermentation
Wien, 2025. Der Markt für Hot Sauces ist laut Branchenbeobachtungen gesättigt von Produkten, die primär auf Essig und schneller Schärfe basieren. Hier will Gründer Johannes Schartner ansetzen. Er bringt als 3-Hauben-Koch die nötige kulinarische Expertise aus der Gastronomie direkt in das FMCG-Segment. Im Wiener Labor tüftelte Schartner ein Jahr lang an den Rezepturen, bevor im Oktober die erste Serie in den D2C-Kanal ging.
Die Strategie setzt konsequent auf Fermentation statt auf industrielle Schnellverfahren. Mikroorganismen bauen über Wochen Zucker und Eiweiß ab, um Tiefe und Komplexität zu erzeugen. Das Unternehmen nutzt dafür Miso und Koji aus lokaler Produktion. Ziel ist es, eine neue Liga von Geschmacks-Boostern zu etablieren, die vollständig ohne künstliche Zusätze auskommen.

