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Rawry

RAW Cakes im Glas, die Dessert und gesunde Zutaten zusammenbringen.

In Osnabrück hat Lena Kuschel aus einer Studienidee heraus Rawry aufgebaut. Der erste Gedanke kam 2024 auf einer Yogareise, 2025 folgten Produktentwicklung, wissenschaftliche Begleitung durch eine Bachelorarbeit und der Einzug in den ersten Supermarkt. Verkauft werden RAW Cakes, ein Dessert im Glas aus Nüssen, Datteln, Haferflocken und Früchten. Alles ist pflanzlich, glutenfrei und ohne raffinierten Zucker, die Süße kommt allein aus Datteln. Für die cremige Konsistenz sorgt ein Pacojet, ein Hochleistungsmixer aus der Profiküche. Im Sortiment stehen die Sorten Himbeere-Kokos, Mango-Kurkuma und Kirsche-Haselnuss. Beim Aufbau setzt das Startup auf Regionalität, kurze Lieferketten und nachhaltigere Verpackungen, unterstützt vom StartUp!Lab in Osnabrück. Der stationäre Handel vor Ort ist dabei bewusst der erste Markt, von dem aus schrittweise gewachsen werden soll.

CAZ Cascara

Ein Erfrischungsgetränk aus dem Abfallprodukt der Kaffeeproduktion.

Aus einem Nebenstrom, der in der Kaffeeproduktion massenhaft anfällt, macht CAZ Cascara ein eigenständiges Getränk. Das u.a. von Nico Blumer gegründete Schweizer Startup nutzt Cascara, also die getrocknete Pulpe der Kaffeekirsche, als Hauptzutat für ein natürliches, koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk mit Kohlensäure. Geschmacklich geht das in eine erdig-süße Richtung mit leichten Bitternoten, die an Honig, Hagebutte und Orange erinnern. Das Getränk ist naturbelassen, vegan und reich an Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen. Hinter dem Produkt steht ein Upcycling-Gedanke, der Lebensmittelverschwendung reduziert und den Kaffeeproduzenten eine zusätzliche Einnahmequelle verschafft. Importiert wird direkt per Schiff aus Honduras, wo Kleinbauernfamilien die Rohware liefern, verarbeitet wird lokal in der Schweiz.

Hollebrüder

Dry Gin aus Nordhessen, im Zeichen von Frau Holle.

Christian Heller, Danny Scherm und Björn Künzel haben 2020 in Hessisch Lichtenau die Hollebrüder gegründet. Ihr Produkt ist der FRAU HOLLE DRY GIN, benannt nach der Sagengestalt, die in der Region zuhause ist, abgefüllt in der 0,5-Liter-Flasche. Statt eines ausformulierten Mission Statements liefert die Marke lieber einen historischen Abriss zur Entstehung des Gins, von den Mönchen über den Genever bis zum Holländisch-Spanischen Krieg. Zusammengehalten wird das Ganze von einem Motto, das den Anspruch der drei ganz gut zusammenfasst: »Gin Gebrüder aller Länder vereinigt Euch!«

HAL AND

Pflanzenbasierte Premium-Snacks als kleines Ritual im Alltag.

Tomoko Spoerl gründete 2025 das Münchner Startup HAL AND (nicht Verwandt oder Verschwägert mit einem bekannten Profifussballer), und die Marke versteht sich ausdrücklich als mehr als eine Lebensmittelmarke. Sie verbindet japanische Philosophie mit europäischem Design und einer Idee von Regeneration, die Körper und Lebensweise gleichermaßen meint. Das Produkt sind HAL AND Bites, ein pflanzenbasierter Premium-Snack, angereichert mit präbiotischen Ballaststoffen. Angeboten wird er in Kollektionen, von STARTER für den Einstieg über RITUAL für Überzeugte bis STOCK für den Vorrat. Gedacht sind die Bites als kleine Belohnung, die im Alltag Momente der Erholung schafft und über tägliche Rituale der Selbstfürsorge eine stille Erneuerung von innen fördern soll. Dazu kommt das Mottainai-Prinzip mit seinen Säulen Reduzieren, Wiederverwenden, Recyceln und Respektieren.

FUEL CLUB

Hochkonzentrierte Würzsaucen in Handarbeit, ohne Zusatzstoffe.

In Niederkirchen bei Deidesheim haben Alexander und Christina Ulrich 2024 den FUEL CLUB gegründet. Ihr Produkt heißt Drip Dips, hochkonzentrierte Würzsaucen im kleinen Glas, die als kulinarischer Sidekick gedacht sind. Zum Sortiment gehören Sorten wie Chili Dance und Paprika Dance. Alles entsteht in Handarbeit, selbst geschnitten, gewürzt und gekocht, komplett ohne Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker oder Füllstoffe. Die Zutaten sind frisch, größtenteils bio und wo möglich regional bezogen. Der Anspruch der beiden lässt sich mit ihrem eigenen Satz zusammenfassen, dass gekocht wird wie bei Oma früher, nur mit mehr Bums. Essen ist für sie Genuss und Gemeinschaft, nicht bloße Nahrungsaufnahme. Empfohlen werden die Drip Dips unter anderem von Fleischsommeliers und Wagyu-Züchtern für BBQs und Steak-Tastings.

REVOJA

Pflanzliche Alternativen aus regionaler Soja, inklusive Upcycling des Nebenstroms.

Im hessischen Bad Vilbel arbeiten Phillip Kaapke, Nino Griebel und Sonja Kricheldorf mit REVOJA an der nächsten Generation pflanzlicher Lebensmittel. Die Idee entstand 2023 bei der Drink Innovation Challenge, damals noch unter dem Namen ENJOYWITHSOY, 2026 folgte die Gründung als GmbH. Basis für alle Produkte sind regional angebaute Sojabohnen. Als erstes kommt ein rein pflanzlicher Joghurtdrink aus fermentierter Sojabasis in den Sorten Kirsche, Vanille und Aprikose, geplant sind außerdem eine Creme, eine Sauce, ein Drink sowie eine Fleischalternative auf Okara-Basis. Der eigentliche Hebel steckt aber im Upcycling. Okara, der nährstoffreiche Nebenstrom aus der Sojaverarbeitung, wird weiterverwertet statt entsorgt, was Food Waste reduziert und Kreislaufwirtschaft direkt auf den Teller bringt. Für die Entwicklung bringen die Gründer Expertise aus Lebensmitteltechnologie und Food Science mit, akademisch begleitet von der Hochschule Geisenheim und der JLU Gießen.

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